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Ein zentraler Schlüssel zum Klima:

Die Erde befindet sich in einer Warmzeit (Ende der Weichsel-Eiszeit vor ca. 9'700 Jahren). Natürliche Kräfte bestimmen dabei die klimatischen Faktoren.
Neu ist aber, dass fossile Energieträger und ihre Verbrennung einen zweiten Schub an Veränderung in der Atmosphäre erzeugen. Die Keeling-Kurve, seit 1958 gemessen, stellt eine rasche Zunahme von CO2 fest.
Beide Faktoren zusammen bilden neue, uns Menschen noch nicht bekannte Klimasituationen. Wind, Meerströmungen, Pole sind durch Temperaturveränderungen beeinflusst und bilden Wettersituationen.

Durch die zunehmenden Treibhausgase in der Atmosphäre steigen die Durchschnittstemperaturen. Warme Luft nimmt mehr Wasser auf, so dass die Niederschlagsmengen zunehmen können. Auch Großwetterlagen werden fixierter und verbleiben länger an einem Punkt. Dies lässt sich auf den Wettermotor "Jetstream" zurückführen, welcher durch die Erwärmung ebenfalls verändert wird. Tief- wie Hochdruckgebiete verharren länger an einem Ort. Über regional begrenzten Flächen können entweder deutlich mehr Niederschläge fallen oder das Gebiet heizt sich auf.

Die Natur als Lehrmeister:

Auch wenn wir heute hochgezüchtete Technik haben, wird diese uns nur teilweise helfen, diese Klimaveränderungen so zu meistern, dass wir Menschen darin noch einen Platz finden. Zum Glück gibt es uraltes Wissen, welches - dem Vorbild der Natur folgend - einfache Rezepte bietet, wie wir dringende Korrekturen vornehmen können.

Die Pyrolyse oder Verschwelung von Biomasse ist ein Schlüssel dazu: Damit gewinnen wir ein zentrales Lebenselement, den Kohlenstoff zurück! Das CarbonWiki will hier Zusammenhänge zeigen und Verstehen schaffen, um diese Rezepte zum Nutzen des Klimas anzuwenden.

Das Potential des zurückgewonnenen Kohlenstoffs aus Biomasse ist gewaltig! Das beste Beispiel dafür ist, wie Bäume und Pflanzen aus Licht, Wasser und CO2 vielseitige Baustoffe herstellen, die uns als Nahrung, Schutz und Zierde dienen. Hier zeigt der Kohlenstoff etwas von seinem geheimnisvollen Charakter: Er kann so hart sein wie Diamant, bröckelig wie Torf oder kristallin wie Holzkohle.

Vieles, was Pyrolysekohle und Pflanzenkohle kann, ist bislang noch wenig erforscht. In der Landwirtschaft lassen sich Verbesserungen beobachten. In anderen Materialien wie Beton, Ton, Gips oder Asphalt sind vertiefte Studien nötig. Doch bereits erste Einsätze sind sehr vielversprechend.

Bindung von CO2:

Wie entsteht nun die gewünschte Reduktion von atmosphärischem CO2 durch zurückgewonnenen Kohlenstoff? Eine Tonne Kohlenstoff, welchen wir in Boden oder Baumaterialien binden, verhindert so die Neubildung von fast 3 Tonnen CO2. Wir entziehen so dem Kohlenstoffkreislauf laufend Teile und verhindern die Klimagasbildung.